Dramarasmus Marburg präsentiert gemeinsam mit den Universitäten Valencia und Padua das europäische Theaterprojekt Erasmus+ Scene Network

Dramarasmus Marburg präsentiert gemeinsam mit den Universitäten Valencia und Padua das europäische Theaterprojekt Erasmus+ Scene Network

Das Theaternetzwerk wird durch das Erasmus+-Programm der Europäischen Union mitfinanziert und hat als gemeinsame Partner die Universitäten in València, Marburg und Padua, sowie die valencianische Theaterkompanie CRIT.

Marburg, 7. Juni 2017.

Am Dienstagnachmittag wurde an der Philipps-Universität Marburg das europäische Projekt Erasmus+ Scene Network vorgestellt, das die Philipps-Universität Marburg, die Università degli Studi di Padova und die Fundación General de la Universidad de València, sowie die Theaterkompanie CRIT aus Valencia in einem Theaternetzwerk vereint.

Das Projekt fördert die jeweiligen Vertreter*innen des in Valencia gegründeten interkulturellen Theaterprojekts Escena Erasmus, das sich mittlerweile in drei weiteren europäischen Städten verbreitet hat und durch die Theaterarbeit das kreative Potenzial sowohl der Erasmus-Studierenden als auch der lokalen Studierenden ausschöpfen möchte. Das Projekt zielt darauf, durch den Prozess der gemeinsamen Theaterarbeit den interkulturellen Austausch, die Reflexion über aktuelle europäische Themen anhand der Theaterstücke und das künstlerische Potenzial in der Integration verschiedener europäischer Kulturen zu stärken.

Die Projektförderung des Erasmus+ Scene Network hat eine offizielle Laufzeit von zwei Jahren. Im ersten Jahr wurde neben dem aktuellen Arbeitstreffen in Marburg bereits eine transnationale Zusammenkunft in Valencia realisiert. In den Treffen wurde ein Handbuch für bereits existierende und zukünftige Partner*innen des Erasmus+ Scene Network entwickelt, in dem organisatorische und künstlerische Richtlinien festgelegt wurden. Diese sollen sowohl das internationale Theaterfestival im kommenden Jahr in Valencia vorbereiten als auch für die Aufnahme weiterer potenzieller Partner*innen genutzt werden.

An der Pressekonferenz waren folgende Akteur*innen beteiligt: Der Leiter der Fundació General de la Universidad de València, Cristóbal Súria, die Referatsleiterin für den Bereich Europäische Bildungsprogramme des Internationalen Büros der Universität Marburg, Christina Bohle, die Vertreterin des Rektorats des Fachbereichs Szenische Künste der Universität Padua, Caterina Barone, die Leiter*innen der Theaterkompanie CRIT, Anna Marí, Daniel Tormo und Josep Valero, und die Projektkoordinator*innen von Dramarasmus Marburg, Romy Semler und Matthias Hauk.

Cristóbal Súria, Schirmherr des Erasmus+-Projekts, erinnerte daran, dass dieses Projekt „mit der höchsten Punktzahl der im Jahr 2016 vorliegenden Projekte ausgezeichnet wurde.“ Er hob ferner das Potenzial der vernetzten Theaterarbeit positiv hervor: „Die bereits existierenden lokalen Theaterprojekte in einem gemeinsamen Netzwerk zu vereinen, bietet die einzigartige Möglichkeit im gemeinsamen Arbeitsprozess über aktuelle Entwicklungen unserer europäischen Gemeinschaft zu reflektieren.“ Darüber hinaus wies Súria darauf hin, dass das Theaternetzwerk auch vor Ort ansässige, auf Menschenrechte spezialisierte NGOs miteinbeziehen wird.

Die Netzwerkpartner*innen tagen noch bis Freitag in Marburg. In dieser Zeit bietet sich für alle Beteiligten die Gelegenheit, die gemeinsame Planung für das kommende Jahr voranzutreiben. Außerdem wird das interkulturelle Theaternetzwerk an der Philipps-Universität Marburg durch zahlreiche Treffen und Workshops mit den Vertreter*innen aus València, Marburg und Padua bekannt gemacht werden. Das nächste transnationale Treffen findet im kommenden Oktober in Padua statt.